Gedanken zu den Sonn- und Feiertagen


Das Gnadenbild von Maria Plain
Das Gnadenbild von Maria Plain

Sonntag, 05. Dezember 2021

Zweiter Adventssonntag

Ein Christ in dieser Welt ist nicht ein verlorener Einzelgänger. Er steht in der Gemeinschaft glaubender und hoffender Menschen. Er weiß sich verantwortlich für sie und für alle Menschen. Denn für alle Menschen will Gott Rettung, Freiheit, Freude. Und jeder kann jedem ein Helfer sein.

 

Erste Lesung

Bar 5, 1–9

Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis zeigen

Zweite Lesung

Phil 1, 4–6.8–11

Seid rein und ohne Tadel für den Tag Christi

Evangelium

Lk 3, 1–6

Alle Menschen werden das Heil Gottes schauen


Mittwoch, 08. Dezember 2021

Hochfest der ohne Erbsünde

empfangenen Jungfrau und – Gottesmutter Maria

Die Glaubenslehre, dass Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens an von aller Erbschuld frei war, hat sich erst im Lauf der Jahrhunderte allmählich geklärt. Sie wird ausdrücklich in der Heiligen Schrift nicht ausgesprochen, doch wurden einige Aussagen der Schrift schon früh in dem Sinn verstanden, dass Maria das reinste Geschöpf Gottes war, die neue Eva, die ohne Sünde blieb und so zur „Mutter aller Lebenden“ werden konnte. Dabei muss klar bleiben, dass Maria auf dem natürlichen Weg als Kind ihrer Eltern geboren wurde und dass auch sie alle Gnade durch Jesus Christus, durch seinen Kreuzestod, empfangen hat. – Die liturgische Feier der Empfängnis Mariä kam im 9. Jahrhundert von Konstantinopel nach Süditalien und Sizilien; aber durchgesetzt hat sich das Fest von England her, wo der hl. Anselm von Canterbury es in seiner Diözese einführte. 1476 wurde es durch den Franziskanerpapst Sixtus IV. von der römischen Kirche übernommen. Am 8. Dezember 1854 hat Pius IX. die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariä verbindlich definiert und als Glaubenssatz erklärt.

 

Erste Lesung

Gen 3, 9–15.20

Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und dem Nachkommen der Frau

Zweite Lesung

Eph 1, 3–6.11–12

In Christus hat Gott uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, zum Lob seiner herrlichen Gnade

Evangelium

Lk 1, 26–38

Sei gegrüßt du Begnadete, der Herr ist mit dir

 

 

Musikalische Gestaltung: 8. Dezember 2021 - 10:30 Uhr 

 

Missa brevis C-Dur KV 258

„Piccolomini-Messe“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

 

Solisten

Serafina Starke, Sopran

Satu Honkala, Alt

Daehwan Kim, Tenor

Fernando Arrauxo, Baß

 

Barockensemble Maria Plain

 

Leitung: Hans-Josef Knaust 


Sonntag, 12. Dezember 2021

Dritter Adventssonntag

Nicht jeden Tag sind wir in freudiger Stimmung, auch nicht jeden Sonntag. Wenn wir Lieder der Freude singen, ist es oft nur unsere Stimme, die zu singen versucht. Wo ist das Herz? Wo ist der Geist Gottes? Es gibt auch die hohen Zeiten, Stunden, wo wir spüren, dass Gott wirklich in unserer Mitte ist. Und wenn wir selber ganz da sind, können wir uns einfach und unmittelbar zu ihm hinwenden. Da ist die Freude mehr als nur eine Stimmung, sie ist Gabe des anwesenden Gottes.

 

Erste Lesung

Zef 3, 14–17 (14–18a)

Dein Gott jubelt über dich und frohlockt

Zweite Lesung

Phil 4, 4–7

Der Herr ist nahe

Evangelium

Lk 3, 10–18

Was sollen wir also tun?

 

 


Sonntag, 19. Dezember 2021

Vierter Adventssonntag

Dass Gott sich um uns kümmert, dass er in unserem Leben anwesend ist, das versuchen wir zu glauben, auch wenn die Erfahrung es nicht immer bestätigt. Die Bestätigung für unseren Glauben ist das Christusereignis selbst. Jesus, Davidsohn und Gottessohn, kommt als guter Hirt und König, als der Hohepriester des Neuen Bundes, in allem aber als unser Bruder und Helfer.

 

Erste Lesung

Mi 5, 1–4a

Aus dir wird der hervorgehen, der über Israel herrschen soll

Zweite Lesung

Hebr 10, 5–10

Siehe, ich komme, um deinen Willen, Gott, zu tun

Evangelium

Lk 1, 39–45

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?